Berufsbilder im Wandel hin zur Digitalisierung – die GMS Bibrisschule Herbrechtingen reagiert darauf!

Die Berufsbilder der Zukunft werden völlig andere sein, als die derzeitigen dies sind. Dies wurde in einer Besprechung mit dem Präsidenten des ZSL Herrn Dr. Riecke-Baulecke
und dem Ausbildungsleiter der Fa. Zeiss/Oberkochen sehr deutlich. Hier einige Anmerkungen dazu:

-Schon die Hattie Studie hat gezeigt, dass die Lehrer-Schüler Beziehung und das Klassenklima/Lernklima existentiell für die Lernfreude und den Lernerfolg sind.

-Das “Sitzenbleiben” hat KEINE positive Wirkung / keine Studie bestätigt dies – somit ist das Konzept der Gemeinschaftsschulen bestätigt!

-Schulschließungen in Pandemiezeiten haben eine große Auswirkung besonders auf Lerner aus sozialprekären Schichten, deshalb legt das ZSL ein Förderprogramm mit dem Namen “Rückenwind” auf, das sehr bald in Gang gesetzt wird.

-Der zukünftige Wohlstand unserer Gesellschaft ist von dem Grad der Digitalisierung abhängig, d.h. die informationstechnischen Kompetenzen der (jungen/zukünftigen) Bevölkerung sind elementar wichtig und Bildung muss in die Ausbildung gerade dieser Kompetenzen führen.

-Deshalb müssen in jedem Fach Lerngänge zu Betrieben und Erfahrungsmöglichkeiten in Betrieben und in Nischentechnologien und modernen und zukunftsfähigen Berufen stattfinden (BO als Leitperspektive in allen Fächern).

-Schule und Lernen darf nicht mehr ohne Zuhilfenahme der IT Technologie stattfinden, da die Kinder/Schüler (schon ab der GS) an die neuen Technologien herangeführt werden müssen, sonst kann sich die Deutsche Zukunftsgesellschaft nicht mehr im Wettbewerb auf dem Globus behaupten.

-MINT Fächer müssen beworben werden (Mädchen holen hier deutlich auf).

-Lernmanagementsysteme müssen überall ein übliches und ständig genutztes Medium in der Schule sein (und dies gerade auch NACH der Pandemie).

-Auch Fernunterricht muss dringend bleiben (Übung, Vertiefung – hier Aufgaben/Experimente usw. an die Schüler zum Selbstttun geben).

-Die derzeit noch große Heterogenität bei der IT Nutzung in der Schule und zu Hause muss beendet werden (Förderprogramm “Rückenwind”).

-02.10.21 findet ein “Digitalkongress” des ZSL für alle Lehrenden statt (140 000 TN sind online möglich)

-ALLE Lehrenden müssen sich dringend auf den aktuellen Stand bringen (Selbstlernen, Fobis): Portal des ZSL lernen@überall im Internet!

Lehrer müssen in ihrem Fach und auch bei den neuen IT Medien immer mindestens so weit wie ihre Schüler sein.

-Die “Lehrenden” haben jetzt schon (GMS) und in der nahen Zukunft überall die Rollen des “Lernhelfers/Coaches/Mittler.”

-Kognitive Aktivierung der Schüler und tiefes Lernen (Tiefenstrukturen) müssen im Zentrum stehen, denn vieles wird sonst/sowieso der Algorithmus/Roboter übernehmen

 

Herr Schlickenrieder, Ausbildungsleiter bei Carl Zeiss AG:

 

-Medienkompetenz ist heute wichtiger denn je.

-Kompetenzen bzgl. der neuen digitalen Medien unabdinglich in allen zukünftigen Berufen.

-Es wäre gut, wenn jede Schule / große Ausbildungsbetriebe einen Raum hätten, in dem neue Methoden vermittelt werden könnten (neue Maschinen, Robitik, 3DDrucker, VR Brillen, “wie können digitale Inhalte erstellt werden”).

-Der Lehrer von heute ist ein “Digital-Coach” bzw. muss dies schnell werden (Aufgabe des Berufs!) – in einer schnell zunehmenden digitalen Arbeitsweit.

Dieser letzte Satz soll für unsere Gemeinschaftsschule Bibrisschule Herbrechtingen ein Leitsatz sein und deshalb wird in einer Online-Fortbildungsreihe für das Kollegium
in Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum Heidenheim hier eine gute Grundlage gelegt als schulinterne Lehrerfortbildung. Mein herzlicher Dank geht an die Fortbildner im
Kreismedienzentrum Heidenheim und an die Kolleginnen und Kollegen bei mir an der Gemeinschaftsschule.