Meckerfreie GMS Bibrisschule

 

Unsere Gedanken beeinflussen unsere Umwelt, negative Gedanken scheinen sehr mächtig zu sein und die meisten von uns denken offenbar schlechter über die Situation als nötig.
Für einige Schülerinnen und Schüler der Herbrechtinger Bibrisschule waren dies Gründe genug, die eigenen Gedanken einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und schließlich
mit Hilfe eines Armbands eine „meckerfreie Zone“ auszurufen.

In verschiedenen Experimenten erkannte die Schülergruppe zunächst, dass es beileibe nicht egal ist, mit welchen Gedanken man eine Situation angeht und dass die Kraft der
Gedanken sogar so weit reicht, dass ein Mitschüler fühlen kann, ob man sich gerade vorgestellt hat sehr schwer, oder eher sehr leicht zu sein. Eine besondere Rolle scheinen dabei
gerade die negativen Gedanken zu spielen:

So reicht zum Beispiel eine Spinne aus um eine ganze Schale Erdbeeren plötzlich gar nicht mehr lecker zu finden, während umgekehrt eine Erdbeere uns noch lange nicht eine Schale
voller Spinnen schmackhaft machen kann. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen, dem ehemaligen Arzt Hans Rosling zufolge, ein viel zu schlechtes Bild von der Welt haben.
Sieben von zehn Deutschen schätzen beispielsweise die Kindersterblichkeit weit höher ein als sie eigentlich ist.  Aus der Beschäftigung mit diesen Themen erwuchs bei den Schülerinnen
und Schülern schnell die Idee, dass es lohnenswert sein könnte, auf die eigenen Gedanken zu achten. Helfen sollten dabei die Armbänder von Pastor Klaus Guhl aus Flensburg, der die
Idee der „meckerfreien Zone“ nach Deutschland importiert hat. Man trägt eines der Armbänder am Handgelenk und jedes Mal, wenn man sich selbst dabei ertappt zu meckern,
zu motzen, zu lästern oder unkonstruktiv zu kritisieren, wechselt man das Band an das andere Handgelenk. Ziel ist es, sich die eigenen Nörgeleien bewusst zu machen und sie sich so
schrittweise abzugewöhnen. Zum Abschluss des Selbstversuchs erklärten die Schülerinnen und Schüler ihre Schule zur meckerfreien Zone, indem sie mit selbst gestalteten Plakaten und
Flyern die anderen Schüler über das Projekt informierten und schließlich auch einen Verkauf der Armbänder organisierten, damit möglichst viele dem Motto von Pastor Guhl folgen:
„Probiere es aus. Verlieren kannst du nicht. Aber viel gewinnen: Dich selbst!“